Allgemeine Geschäftsbedingungen

Die nachfolgend genannten "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" gelten für die Buchung als Gästeführer für Stadtrundfahrten, Ausflüge, Spaziergänge oder Wanderungen zwischen dem Auftraggeber und der Firma Michael Schnelle, Agentur für Medien, Touristik und Vertrieb, nachfolgend Gästeführer genannt. Sie gelten auch, falls die Buchung über eine Tourist-Information oder eine andere Internet-Vermittlungsplattform erfolgt ist.

§ 1 Vertragsgegenstand

  1. Gegenstand des jeweiligen Auftrags ist die Führung von Gästen, u. a. bei Stadtrundgängen, Rundfahrten per Bus, Spaziergängen oder Wandertouren. Der Vertrag über die Gästeführung kommt ausschließlich zwischen dem Auftraggeber und dem Gästeführer zustande. Als Gästeführer biete ich meine Dienste eigenverantwortlich auf selbstständiger Basis an und bin nicht weisungsgebunden.
  2. Soweit die Buchung einer Gästeführung über eine Tourist-Information, Agentur oder Internet-Vermittlungsplattform erfolgt ist, tritt diese lediglich als Vertragsvermittler auf. Dem steht nicht entgegen, dass die Agentur Teile der Vertragsabwicklung und das Reklamationsmanagement übernimmt.
  3. Soweit der Gästeführer jedoch eine Führung für eine Agentur übernimmt, die eigene Touren Gästen anbietet, gelten für Gäste die AGB`s der jeweiligen Veranstaltungsagentur, für die Agentur als Auftraggeber gegenüber dem Gästeführer diese AGB`s.

§ 2 Vertragsabschluss

  1. Auftraggeber bzw. Gäste können Buchungsanfragen schriftlich, per Fax oder E-Mail direkt an den Gästeführer, teilweise über Tourist-Informationen oder anderen Vermittlungsagenturen richten. Telefonische Buchungen sind nicht möglich.
  2. Mit der Buchungsanfrage erklärt der Auftraggeber auch sein Einverständnis zu den hier genannten "Allgemeinen Geschäftsbedingungen".
  3. Der Auftraggeber kann als Einzelperson, als Veranstalter oder Vertreter einer Gruppe einen Vertrag über die Gästeführung abschließen. Der Veranstalter bzw. Vertreter einer Gruppe gilt als Ansprechpartner für alle teilnehmenden Gäste und ist Zahlungspflichtiger für die gesamte Gruppe.
  4. Der Vertrag über die Gästeführung kommt zustande, indem der Gästeführer den Auftrag gegenüber dem Auftraggeber schriftlich, auch per E-Mail, rückbestätigt hat.

§ 3 Leistungsumfang

  1. Der Leistungsumfang ergibt sich aus der Auftragsanfrage, dem Schriftverkehr und der Buchungsbestätigung durch den Gästeführer.
  2. Der Gästeführer sichert eine gewissenhafte Vorbereitung der Gästeführung, die Richtigkeit der Leistungsbeschreibung und die ordnungsgemäße Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistung zu.
  3. Abweichungen von der vereinbarten Leistung, die aufgrund höherer Gewalt (Sperrungen, Unwetter usw.) erforderlich sind, gelten nicht als Leistungsminderung.
  4. Angaben zum Zeitumfang der Führung verstehen sich als ungefähre Angaben.
  5. Die Zugänglichkeit von Sehenswürdigkeiten steht nicht im Verantwortungsbereich des Gästeführers. Kann eine Sehenswürdigkeit ungeplant nicht innen besichtigt werden, besteht kein Anspruch auf Honorarkürzung.

§ 4 Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Nimmt der Auftraggeber bzw. Gast einzelne Leistungen nach Antritt der Gästeführung nicht in Anspruch, beispielsweise durch vorzeitigen Abbruch oder anderen Gründen, so hat er keinen Anspruch auf Ermäßigung oder Erstattung des Honorars bzw. Honorar-Anteils.

§ 5 Teilnehmerzahlen

  1. Die maximale Teilnehmerzahl an einer Gästeführung beträgt 25 Personen. Wird diese Zahl überschritten, bedarf es einer ausdrücklichen vorherigen Zustimmung durch den Gästeführer und führt zu einem Zuschlag. Diese Regelung gilt nicht für Stadtrundfahrten per Reisebus, wo nur kurze Ausstiege erfolgen.
  2. Wird die Gästeanzahl ohne Vorankündigung überschritten, liegt es im Ermessen des Gästeführers, Gäste von der Führung auszuschließen oder die Gruppe zu halbieren und beide so entstandene Gruppen jeweils die Hälfte der vereinbarten Zeit zu führen.
  3. Soweit der Gästeführer "öffentliche Touren" für Einzelpersonen zu bestimmten Terminen anbietet, gilt eine jeweils genannte Mindestteilnehmerzahl (siehe unter Stornierung).

§ 6 Zahlung des Honorars

  1. Für die geschlossenen Verträge gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses vereinbarten Honorare.
  2. Soweit nicht anders vereinbart, ist das Honorar spätestens am Beginn der Führung in bar gegen Quittung vom Auftraggeber zu begleichen. Bei vermittelten Führungen oder "öffentlichen Touren" kann in der Regel auch an den Vermittler gezahlt werden.
  3. Anfallende Eintrittsgelder oder Fahrtkosten sind von den Gästen selbst zu tragen und nicht im Honorar enthalten.
  4. Bei verspätetem Eintreffen einer Gruppe oder Einzelgäste, gilt eine Wartezeit von maximal 15 Minuten ab Beginn der vereinbarten Führung als vereinbart. Bei noch späterem Eintreffen wird auf Einzelgäste nicht gewartet, bei Gruppen verkürzt sich die Führungszeit.
  5. Wird die Führung verkürzt, beispielsweise durch verspätetes Eintreffen der Gruppe oder auf Wunsch der Gruppe, fällt trotzdem das ursprünglich vereinbarte Honorar an.
  6. Wünscht der Auftraggeber vor Ort eine Leistungserweiterung und Verlängerung der Führung, entsteht ein Anspruch auf ein höheres Honorar gemäß Preisliste.

§ 7 Stornierung eines Auftrages

  1. Der Auftraggeber kann jederzeit vom Vertrag zurücktreten. Dieser muss in jedem Fall schriftlich erfolgen, wobei dies auch in elektronischer Form per E-Mail ausreicht. Ein kostenfreier Rücktritt durch den Auftraggeber ist bis 1 Woche vor der vereinbarten Vertragsleistung möglich. Der Rücktritt wird erst an dem Tag wirksam, an dem er bei dem Gästeführer eingegangen ist. Evtl. bereits vereinbarte und erbrachte Zusatzleistungen sind aber trotzdem vom Auftraggeber zu zahlen. Tritt der Auftraggeber danach bis 72 Stunden vor der Leistungserbringung zurück, fällt eine Rücktrittsgebühr in Höhe von 50% des Honorars an, bei kurzfristigerer Kündigung oder Nichterscheinen 100% des Honorars.
  2. Der Gästeführer hat das Recht, eine Führung vor deren Beginn zu stornieren,
  3. wenn eine genannte Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wurde,
  4. bei höherer Gewalt oder bei Wetterbedingungen, die die Durchführung der Tour gefährden,
  5. bei plötzlicher Krankheit des Gästeführers.
  6. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, erfolgt eine Benachrichtigung der Gäste bis spätestens 48 Stunden vor Beginn der Führung.
  7. Muss eine Gästeführung aus unvorhersehbaren Gründen (höhere Gewalt, Unglück, Witterungsbedingungen) abgebrochen werden, so erhält der Auftraggeber bzw. Gast denjenigen Teil des gezahlten Honorars zurück, der dem Anteil der nicht durchgeführten Gästeführung entspricht.
  8. Ohne Pflicht zur Erstattung des Honorars kann der Gästeführer eine Führung stornieren oder Gäste ausschließen, wenn sich der Auftraggeber vertragswidrig verhält oder ein Gast nach Abmahnung eine Führung nachhaltig stört oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, an der Tour teilzunehmen. Das gilt auch, wenn Teilnehmer an einer Wandertour nicht ausreichendes Schuhwerk, notwendige Getränke o. ä. vorweisen können.

§ 8 Haftung

  1. Der Gästeführer haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines Dienstleisters für die gewissenhafte Vorbereitung und Durchführung der gebuchten Führung. Er haftet nicht, wenn der Gesundheitszustand einzelner Gäste zu einer teilweisen Nichterfüllung der Leistung führt.
  2. Entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen haftet der Gästeführer nur bei eigenen vorsätzlichen oder grob fahrlässigem Handeln.
  3. Der Gästeführer verfügt über eine entsprechende Betriebs-Haftpflichtversicherung.
  4. Der Gästeführer haftet nicht für die Verkehrssicherheit Dritter, die im Rahmen einer Führung besucht bzw. benutzt werden (beispielsweise Museen, Ausstellungen, öffentliche Verkehrsmittel usw.)
  5. Bei Rundfahrten per Bus obliegt es dem Auftraggeber, dass für den Gästeführer ein Sitzplatz mit Anschnallmöglichkeit und eine funktionierende Mikrofonanlage vorhanden sind. Ansonsten kann die Durchführung zur Rundfahrt verweigert bzw. während der Rundfahrt keine Erläuterungen gegeben werden.
  6. Die Teilnahme des einzelnen Gastes erfolgt immer auf eigene Gefahr.

§ 9 Reklamationen

  1. Reklamationen eines Gastes hinsichtlich Mängel bei der Vertragsleistung sind zunächst dem Gästeführer selbst anzuzeigen, damit dieser für notwendige Abhilfe schaffen kann.
  2. Ist der Auftraggeber der Auffassung, dass der Gästeführer nicht für Abhilfe gesorgt hat, kann er nach innerhalb eines Monats nach dem Ende einer Führung eine schriftliche Mängelrüge beim Gästeführer bzw. bei dem benutzen Vermittler einreichen. Ansprüche des Auftraggebers verjähren in jedem Fall sechs Monate nach Ende der Führung.
  3. § 10 Nebenabreden, Wirksamkeit, Geltungsbereich und Gerichtsstand
  4. Nebenabreden oder Abänderungen zu diesen Geschäftsbedingungen bedürfen der Schriftform. Ansonsten gelten diese Bedingungen vom Auftraggeber mit Auftragserteilung als anerkannt.
  5. Die etwaige Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen hat nicht die Unwirksamkeit der übrigen Bestimmungen zu Folge. Es gilt das deutsche Recht. Für eventuelle Lücken in diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten hilfsweise bzw. ergänzend die gesetzlichen Vorschriften zum Dienstvertrag gemäß § 611ff. BGB.
  6. Erfüllungsort ist Rosengarten bei Hamburg, zuständiges Gericht ist das Amtsgericht in Tostedt.
  7. Die AGB`s sind Bestandteil aller Aufträge.

§ 11 Datenschutz

Der Auftraggeber ist damit einverstanden, dass die für die Abwicklung der Führung zur Verfügung gestellten Daten im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes gespeichert, weiterverarbeitet und für den Kontakt mit dem Auftraggeber genutzt werden. Sie werden im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes nicht an Dritte weitergegeben.